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· Joe

Süd-Schwarzwald - nun war auch ich mal dort

Heute hat es nun geklappt mit Töfffahren im Schwarzwald, nach mehreren Versuchen welchen wegen schlechten Wetters stets ein Besuch im grossen Kanton verhindert hatten.

Am Mittag brachen wir, mein Vater auf der GS und ich, auf in Richtung Eglisau, um dann in Hohentengen über die Grenze in den Süd-Schwarzwald einzubiegen. Ich bin ja schon sehr gespannt auf das ‘Töff-Paradies Schwarzwald’, wo ich doch schon so viel gehört habe aber noch nie mit dem Möppi selber dort war.

Kurz nach der Grenze bogen wir dann in einen kleinen, unscheinbaren Weg ab. Von da an fuhren wir über kleinere Landstrassen, den Hügelkuppen entlang, rauf, runter, ab und zu durch ein Dörfchen. Hat Spass gemacht, nicht sehr anspruchsvoll, aber gerade richtig um nach über einer Woche wieder etwas ‘warm’ zu werden mit dem Töff und vor allem den herbstlichen Bedingungen. Etwas später, als ich auch noch die Bemerkung fallen lies “ganz schön, aber nicht sehr anspruchsvoll”, wechselte bald das Terrain und es wurde kurivger, die Strassen enger und schmaler. Geht doch;-). Meine Begeisterung wuchs zunehmend, auch der Rest-Nebel verzog sich bald. Herrlich kurvig fuhren wir in Richtung Schluchsee und anschliessend auf der B500 hinunter (ist ja eher eine Autobahn) bis wir schliesslich in St. Blasien waren. Dieser Ort hat eine erstaunliche Kirche mit einer grossen Kuppel. Was mich jedoch überrascht hat war der verwendete Stein, war alles in weissem Marmor gebaut. Ist aber die gegend jedoch bekannt für den rötlichen Stein, der aber zu meiner Überraschung hier keine Verwendung fand…

Dom St. Blasient

Ich als absoluter Schwarzwäldertorten-Liebhaber konnte natürlich nicht weiterfahren, bevor ich hier mir eine solche zu Gemüte führen konnte; also war die Beilage zum Kaffee auch schon bestimmt.

Kurze Zeit später waren wir wieder unterwegs. Todtnau, Feldberg und Niedermühle, um nur ein paar Namen zu nennen. Der wesentliche Unterschied für mich ist einerseits das Tempo, andererseits aber auch die breiten Strassen für die ‘Zoom-Phasen’ zwischendurch, im Gegensatz dazu stehen die die engen Strässchen die Hügel hoch und wieder runter. Diese Abwechslung macht das ‘Gesamtpacket’ erst richtig interessant. Vor allem die L154 (Abtalstrasse) hat mir richtig gut gefallen, im Speziellen der letzte Teil, wo es richtig schöne Kurven und kleine Tunnels hat. Schon beinahe wie in den Alpen, einfacher weniger steil:-). Bald aber hüpften wir dann rüber auf die B500 um durch Waldshut nach Tiengen und langsam zurück ins Heimatland zu kommen.

Die Tanklampe meldete schon bald den Durst meiner Roadster an. Das Ding ist schon etwas übervorsichtig, nach gut 250km leuchtete sie mit der Abendsonne um die Wette. Aber als ich dann den Tank der Roadster füllte war ich einmal mehr nicht überrascht, von den über 20L Tankinhalt konnte ich lediglich 16 nachfüllen, da kommt man bei der leuchtenden Reserverlampe noch ziemlich weit. Aber lieber einmal zu früh tanken als am Strassenrand stehen zu bleiben.

Mein Fazit zum BlackForest ist durchwegs positiv; die anfänglicher Skepsis hat dann schnell der Freude über die schöne Landschaft, die guten Strassen sowie der Vielfalt an unterschiedlichem Terrains Platz gemacht. Das macht wirklich unglaublich Laune, oder wie ich als Zürcher sagen würde: s’isch geil gsii:-D

BMW, BMW Motorrad, BMW R 1150 R, r1150r, Schwarzwald, Süd-Schwarzwald, St.